Posts Tagged ‘Digitale Produktion’

Treiben wir den Wandel voran oder werden wir getrieben? – Gedanken zum digitalen Wandel in den Unternehmen

7. April 2017

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Eine Feststellung ganz am Anfang: Der digitale Wandel passiert – ganz gleich, ob man diese Entwicklung begrüßen mag oder ihr mit Skepsis gegenübersteht. Während viele Entscheider überhaupt noch nicht sicher sind, was denn diese Digitalisierung bedeuten möchte, ist dieser Wandel bereits unaufhaltsam im Gange. Was wir öfters davon in den Medien als Hype-Themen lesen – von Uber, über Amazons Alexa bis Airbnb – ist dabei nur die kleine Spitze des Eisberges – mit großem Medienecho zwar, aber dennoch nur ganz kleine Aspekte des großen Ganzen. Die großen Konzerne á la Google, Amazon usw. stehen im Fokus; der eigentliche digitale Wandel findet jedoch weniger beachtet in den smarten Start-Ups und den innovativen Unternehmen des Mittelstandes statt. Hier wird der grundsätzliche Umbruch vorangetrieben.

Keine Branche kann sich verschließen

Das schafft früher oder später einen gewissen dynamischen Flächendruck, mit dem Ergebnis, dass alle Unternehmen nicht nur dazu gezwungen werden, ihre Prozesse zu optimieren, sondern natürlich auch ihre bisherigen Geschäftsmodelle kritisch zu hinterfragen. Kein Unternehmen und keine Branche wird sich den Veränderungen aufgrund digitaler Innovationen dauerhaft verschließen können. Dazu kommt, dass die beschriebenen disruptiven Auswirkungen moderner Prozesse sich unglaublich schnell entwickeln. Mögliche Reaktionszeiten der klassischen Wirtschaft auf diese Veränderungen werden immer kürzer. Entscheider in Unternehmen sind hier also mehrfach gefragt und werden gezwungen, immerfort in mehrere Richtungen zu denken. Die drei entscheidenden Fragestellungen im Mittelstand sind demnach:

  • Wie kann ich meine Prozesse im Unternehmen in der Produktion, im Lager und in der Zusammenarbeit mit meinen Lieferanten und Kunden so gestalten, dass sie digital, durchgängig, smart und transparent sind?
  • Wie kann ich mein Geschäftsmodell so gestalten, dass ich mein Unternehmen zukunftssichernd aufstellen kann?
  • Wie kann ich meine Vermarktungs- und Vertriebsprozesse so ausrichten, dass ich den geänderten Nutzungs- und Anfrageverhalten gerecht werde?

Wer diese Fragestellungen kritisch analysiert, wird zum Schluss kommen, dass hier agieren besser ist als reagieren. Sich mit den Veränderungen befassen und sich den Herausforderungen stellen, wird allemal besser sein, als darauf zu vertrauen, dass Altbewährtes auch weiterhin funktionieren wird. Sich dem Wandel verweigern, wird mittelfristig funktionieren, als dauerhafte Lösung jedoch nicht praktikabel sein. Schauen wir in die Wirtschaftsgeschichte, so ist klar zu ersehen, dass immer die Unternehmen ihren Fortbestand sichern konnten, die rechtzeitig neue Trends erkannt haben und ihre Politik entsprechend ausgerichtet haben.

Offenheit ist gefragt

Offenheit ist gefragt. Der renommierte amerikanische Wirtschaftswissenschaftler und Zukunftsforscher Erik Brynjolfsson wies in einem Interview darauf hin, dass diejenigen Unternehmen den digitalen Wandel überleben werden, die mit der Technologie eine Kooperation eingehen. Maschinen und Computern werden repetitive Routinearbeiten überlassen; der Mensch muss nach wie vor den kreativen, planerischen, strategischen Teil übernehmen. Brynjolfsson ist der Meinung, dass beide gemeinsam ein unschlagbares Team bilden könnten.

Der digitale Wandel ist also auch ein Kulturwandel, der Unternehmen auch nach innen tiefgreifend verändern wird. Digitale Prozesse greifen auch intern bestehende Strukturen an und werden diese unweigerlich aufbrechen und verändern – wenn nicht heute, dann mittelfristig. Voraussetzung eines solchen digitalen Kulturwandels muss eine übergreifende Idee, eine abgestimmte digitale Strategie sein. Eine Strategie, die den Bezugsrahmen für alle Geschäftsbereiche bildet. Danach kommt es auf eine klare Kommunikation der Prozesse an. Hier sind wieder die Entscheider gefragt: Vom Top-Management muss der Nährboden geschaffen werden, auf dem sich das Unternehmen selbst und die Unternehmensbereiche neu erfinden.

Die Daten sind der Schatz

Der Kernschatz der Digitalisierung werden die Daten sein. Nicht umsonst spricht man hier vom Erdöl der Zukunft. Und überall fallen diese Daten an – es gilt nur, sie zu erkennen und sinnvoll zu nutzen. Das Erkennen der Potentiale gehört zur Strategie – das Nutzen zu den handwerklichen Fähigkeiten. Doch anders als beim Rohstoff Erdöl, sind Daten überall zu finden: an den Maschinen in der Produktion, in der internen Lagerlogistik, im Vertriebsprozess usw. usf.  Daten sind der Schatz des Unternehmens und fallen in Größenordnungen an. Sie sind einfach vorhanden und warten nur darauf, genutzt zu werden. Aus „Big Data“ muss zwangsläufig „Smart Data“ werden. Gemeinsam mit dem Rohstoff Erdöl ist es den Daten im Unternehmen jedoch, dass diese im Rohzustand noch nicht ihren ganzen Nutzen bringen. Erst die richtige Analyse der Daten, ihre Anreicherung und Veredelung bringt die Erkenntnis und bildet die Grundlage dafür, wie Unternehmen sich digital aufstellen können. Softwarewerkzeuge können hier ein erster Schritt sein, den rohen Stoff in eine verwertbare Information zu verwandeln.

Unternehmen müssen sich neu erfinden

Am Ende müssen sich die Unternehmen eigentlich neu erfinden: Was sind meine Grundlagen? Welche Daten habe ich zur Verfügung? Wie kann ich diese veredeln? Wie finde ich meine Kunden oder wie finden diese mich?

Ist der Mittelstand damit nicht überfordert? Die Antwort lautet: Nein! Denn immer noch ist die Schnelligkeit in den Entscheidungswegen, die Dynamik der Geschäftsprozesse und die Anpassungsfähigkeit das große Plus des Mittelstandes. Es gilt nur, die Augen offen zu halten und zu agieren, statt zu reagieren. Dabei ist es auch sinnvoll, sich abzuschauen, wie die großen Player der Digitalisierung es machen: Wie findet Amazon seine Kunden? Wie erwirtschaften Uber und Google ihr Geld? Und wie gehen große Anbieter wie beispielsweise SAP den digitalen Wandel an?

Der digitale Weg wird die Unternehmenslandschaft nachhaltig verändern. Veränderung wird zum Normalzustand. Wichtig ist, sich dem nicht zu verschließen, sondern die darin enthaltenen Chancen zu erkennen. Und es ist eine heute noch gültige Weisheit von Laozi aus dem Tao Te King: „Eine Reise von tausend Meilen beginnt mit dem ersten Schritt.“

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Teileverfolgung RFID

23. August 2016

Die Teileverfolgung mittels RFID-Lösungen ist ein wichtiger Baustein der smarten Fabrik im Hinblick auf die Digitalsierung der Unternehmensprozesse. Der Einsatz der RFID-Technologie eröffnet Unternehmen eine Vielzahl an Optionen entlang der Supply Chain. Mit Hilfe von RFID-Technologien findet eine berührungslose Identifikation von Bauteilen oder Warenträgern ohne Sichtkontakt statt, welche vor allem in Produktion und Logistik Einsatz findet. Die Items erhalten einen RFID-Tag, welcher in der Software erfasst wird. Dadurch wird eine lückenlose Verfolgung, auch über Werksgrenzen hinweg, möglich. Darüber hinaus lassen sich statistische Werte aus der Produktion ermitteln. Die Auswertung dieser Daten kann als Grundlage  für die Optimierung der Produktion, zur Vermeidung von Reklamationen und somit zur  Kostenoptimierung dienen. Durch RFID können Bauteile o.ä. eindeutig identifizierbar gemacht, strukturiert und automatisch erfasst sowie dokumentiert werden. Prozesszeiten und -kosten können dadurch signifikant reduziert werden.

Die SIGMA Chemnitz GmbH hat mit dem Einsatz von RFID-Technologien, auch im Zusammenspiel mit geeigneter Middleware GRAIDWARE®, erfolgreich Projekte durchgeführt und Erfahrung gesammelt, welche uns dabei hilft, unsere Beratungs- und Umsetzungskompetenz stetig zu optimieren. Weitere Informationen finden Sie hier: http://www.sigma-chemnitz.de/index.php?id=autoid-rfid

Durchgängiger Industrie 4.0 Prozess bei der Ortrander Eisenhütte

11. Februar 2016

Referenzbericht zu Industrie 4.0 – Durchgängige Prozesse bei der Ortrander Eisenhütte. Die Ortrander Eisenhütte ist eine der modernsten Gießereien für maschinengeformten Eisenguss in Europa. Inzwischen blickt man am Standort auf eine fast 130-jährige Tradition des Eisengusses zurück.

Bis zur Einführung der modernen RFID- und Ortungslösung wurden Ladungsbehälter manuell mit Behälterbegleitkarten bestückt, auf denen das produzierte Modell und weitere Kennzahlen vermerkt wurden. Da keine Digitalisierung vorhanden war, war es nicht möglich, sich schnell einen Überblick über den Stand der Produktion zu verschaffen. Eine weitere große Herausforderung war, Ladungsbehälter im großen Blocklager zu identifizieren. Dazu mussten die Begleitzettel manuell gesucht und identifiziert werden. Dieses Vorgehen war fehleranfällig und führte zu erheblichen Suchzeiten.

Mit dem Einsatz der kombinierten RFID- und Ortungslösung bei der Ortrander Eisenhütte GmbH wurde ein Musterbeispiel einer Industrie 4.0 Lösung geschaffen und das explizit nicht in einer sauberen Umgebung, sondern unter rauen Umwelt- und Produktionsbedingungen. Es wird ein durchgängiger Datenfluss gewährleistet, bei dem Produkte (oder hier Transportbehälter) alle relevanten Informationen mit sich tragen.

Den ganzen Referenzbericht finden Sie HIER.

Industrie 4.0 Lösungen am Beispiel von Warenein- und –ausgang mittels RFID-Toren

12. Januar 2016

Die Industrie 4.0 ist mit seinem weiten Spektrum an Einsatzmöglichkeiten und Techniken in aller Munde. Die SIGMA GmbH Chemnitz bietet verschiedene Anwendungen. Ein Beispiel ist die standardisierte Anwendung für Wareneingang und Warenausgang mit Hilfe RFID-Tor. Diese RFID-Tore dienen zur Überwachung des Materialflusses oder zur Kontrolle eines geplanten Prozessablaufes. Einsetzbar ist dieses Szenario bspw. in Bereichsübergänge in Lagerhallen etc. Außerdem kann ein solches RFID-Tor auch als Bestandteil eines Systems für die „Wegenachverfolgung“ eingesetzt werden.

Die Einsatzbeispiele sind:

  • Optimierter Warenein- und –ausgang
  • Erkennung und Kontrolle Materialfluss
  • Interne Warenbuchungen zum Bsp. Lager, Kommissionierung, Montage und  Versand
  • Unterstützung Arbeitsplanabarbeitung
  • Fahrzeugleitsystem
  • Zufahrtskontrolle
  • Diebstahlschutz

In Kombination mit anderen Werkzeugen, wie bspw. einer Middleware öder Planungswerkzeugen, wie ERP oder WMS Systemen, lassen sich durchgängige Prozesse im Sinne einer digitalen Fertigung und digitalen Logistik aufbauen.

Falls wir Ihr Interesse geweckt haben, folgen sie einfach diesem Link. Hier finden Sie auch weitere Industrie 4.0 Beispiele für den automatisierten Warenein- und -ausgang. Industrie 4.0 – Wir machen das!

Einladung LogiMAT 2016

11. Januar 2016

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Aufgrund der Erfolge der letzten Jahre freuen wir uns auch in diesem Jahr auf die Teilnahme an Europas führender Logistikmesse – LogiMAT 2016 vom 08. bis zum 10. März in Stuttgart. Sie finden uns in der Halle 4 auf dem Stand 4F51 bei der Hans Turck GmbH & Co. KG.

Wir zeigen Ihnen in diesem Jahr anwendbare Lösungen der Industrie 4.0. Beispielsweise stellen wir Ihnen unsere Lösungen für einen durchgänigen Informationsfluss Ihrer Logistik, mit Hilfe der Digitalisierung, vor. Standardisierte Praxisanwendungen sind dabei unter anderen:

  • Warenein- und ausgang
  • Lagerplatzerkennung
  • Ortung/Lokalisierung
  • JIS-Abrufe
  • Behälterbefüllung/-entnahme

Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Informieren Sie sich außerdem gern vorab hier.

Startbereit für Industrie 4.0 in Logistik und Supply Chain

11. Januar 2016

In der Logistik wird eine dynamische Lagerhaltung erst durch RFID möglich. Die Produkte werden durch ein Lesegerät erkannt und einem zugewiesenen Lagerplatz zugeteilt. Dadurch erhöhen sich Selbstorganisation sowie Dezentralisierung – wichtige Bausteine des Smarten Unternehmens. Durch den Einsatz aktiver Transponder entsteht die Option der Echtzeitlokalsierung, d. h. Objekte können innerhalb vordefinierter Bereiche lokalisiert werden.

Die Digitalisierung der Logistik ermöglicht somit einen durchgängigen Informationsfluss, unterstützt die logistische Entscheidungsfindung durch bereitgestellte Daten und erhöht die Transparenz innerhalb der Wertschöpfungskette.

Standardisierte Praxisanwendungen sind bspw.:

  • Warenein- und –ausgang über RFID-Tore
  • Warenein- und –ausgang über RFID-Gabelstapler
  • Warenein- und –ausgang mit manueller RFID Erfassung
  • Warenein- und –ausgang über Ortung und RFID
  • Lagerplatzerkennung im Hochregallager
  • Lagerplatzerkennung im Blocklager mit Bodentranspondern
  • Lagerplatzerkennung im Blocklager mit Ortung und RFID
  • Behälterbefüllung und -entnahme
  • Ortung / Lokalisierung
  • Just-in-sequence JIS Abrufe
  • Just-in-sequence Supply Chain über Werksgrenzen hinweg

Interesse? Dann können Sie sich HIER informieren oder HIER mit uns Kontakt aufnehmen

Einsetzbare Praxisanwendungen für Industrie 4.0 in der Produktion

8. Januar 2016

Mit Hilfe einer Middleware und dem Einsatz moderner RFID-Technologien ist eine ständige Produktverfolgung über den kompletten Fertigungsprozess problemlos machbar. Maschinen lassen sich über eine OPC-Schnittstelle anbinden.

Auch die Kommunikation und Steuerung zwischen Maschine und Produkt wird realisierbar. Durch diese Vernetzung werden sämtliche Prozessdaten erfasst und können nachfolgend zur Auswertung herangezogen werden. So entsteht nicht nur eine schlanke Produktion, sondern auch der Weg zur intelligenten Fabrik wird geebnet.

Einsetzbare Praxisanwendungen für die Industrie 4.0 in der Produktion sind bspw.:

  • Maschinenanbindung
  • Maschinensteuerung
  • Kommissionierung
  • Steuerung des Warenflusses
  • Positionserkennung
  • Die elektronische Begleitakte
  • Farberkennung / Farbdetektion

Hier finden Sie weitere Infos zu Industrie 4.0 Lösungen in der Produktion.

Über unser Unternehmen
Wir zeigen Ihnen, wie Sie die Potentiale der digitalisierten Produktion und Logistik ausschöpfen können. Mit Kompetenz und Erfahrung realisieren wir gemeinsam Industrie 4.0 in Ihrem Unternehmen. Durch unsere Verknüpfung von Hardware, Software, AutoID- und RFID-Lösungen, eingebetteten Systemen und entsprechender Middleware als Datendrehscheibe entsteht Ihre intelligente Fabrik! Gemeinsam Industrie 4.0 – Wir machen das!

Industrie 4.0–In der Praxis für den Mittelstand

7. Januar 2016

Industrie 4.0 ist in aller Munde und wird vom Marketing verschlungen. Doch worum geht es dabei eigentlich?

Industrie 4.0 ist die Digitalisierung von Produktions- und Logistikprozessen. Die Fertigung verschmilzt hierbei mit modernsten Informations- und Kommunikationstechnologien. Ziel ist die intelligente Fabrik (Smart Factory), in der Produkte, Maschinen und Systeme miteinander vernetzt sind, kommunizieren und sich gegenseitig steuern.

Hier kommen wir ins Spiel. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die Potentiale der digitalisierten Produktion und Logistik ausschöpfen können. Mit Kompetenz und Erfahrung realisieren wir gemeinsam Industrie 4.0 in Ihrem Unternehmen. Durch unsere Verknüpfung von Hardware, Software, AutoID- und RFID-Lösungen, eingebetteten Systemen und entsprechender Middleware als Datendrehscheibe entsteht Ihre intelligente Fabrik!

Gemeinsam Industrie 4.0 – Wir machen das!